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Studiengebühren schrecken ab!

Besonders abschreckend wirken Studiengebühren auf Frauen und Studieninteressierte aus Familien, in denen keiner der Elternteile einen Hochschulabschluss hat. Fast ein Viertel der Studienberechtigen ist nicht bereit für das Studium Schulden auf sich zu nehmen. Warum wir diese eigentlich schon recht alten Argumente wieder auspacken? Zu diesen Erkenntissen kommt eine Studie, die im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschumg (BMBF) in Auftrag gegeben worden ist.

Bis zu 18 000 Schülerinnen und Schüler haben im letzten Jahr kein Studium aufgenommen, obwohl sie dazu berechtigt gewesen wären. Bemerkenswert ist aber auch, dass dreimal so viele junge Menschen für das Studium explizit Bundesländer aufsuchen, die keine Studiengebühren erheben, wie die, die glauben, dass ihr Studium davon profitieren wird. Außerdem ist über die Hälfte der befragten Schülerinnen und Schüler ist gut genug informiert, um zu wissen, dass nur ein verschwindend geringer Teil der eingezogenen Gebühren wirklich zu einer Verbesserung der Studienbedingungen führt. Sowohl Studierende als auch Schülerinnen und Schüler, die vom ersten Semester an zahlen müssen, sehen in den Studiengebühren ein Werkzeug, das vor allem soziale Ungerechtigkeit fördert.

Alles in allem bestätigt die Studie, obwohl sie im Auftrag eines CDU-Ministeriums erstellt wurde, was Studiengebührengegner schon längst prophezeit haben: Trotz steigender AbiturientInnenzahlen sinkt die Zahl der Studierenden.

Umso trauriger ist, dass in der Öffentlichkeit kaum eine Diskussion um die Ergebnisse der Studie geführt wurde. Aus den fatalen Auswirkungen der neoliberalen Bildungspolitik müssen endlich Konsequenzen gezogen werden. Die erste davon: Bildung muss frei sein. Studiengebühren gehören abgeschafft!

Die nächste Möglichkeit diese Forderung öffentlich zu unterstützen bietet sich übrigens schon am kommenden Mittwoch. Dann ist der "International Day of Action Against the Commercialisation of Education" und eine Demo startet um 13 Uhr vom Düsseldorfer Hauptbahnhof.

Listentreffen

Die alternative liste trifft sich momentan dienstags um 18.00 Uhr im AStA-Flur, um danach in eine passende Räumlichkeit zu wechseln.

Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt!

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