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09.06.2011
12 Jahre sind genug – die alternative liste an der RUB löst sich auf
Nach 12 Jahren Hochschulpol itik haben sich die Aktiven der al dazu entschieden, dass es so (...) » mehr
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24.02.2011
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Bochumer Perspektiventreffen
An der Ruhr-Universität Bochum hat vom 4. bis zum 10. Oktober das erste Perspektiventreffen stattgefunden. Dazu kamen Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet angereist, die sich eine Woche lang über Ziele und Grundlagen von Vernetzungsstrukturen Gedanken gemacht haben.
Nach umfassende Betrachtung aus immer neuen Blickwinkeln und vielen neuen Ansätzen, entwickelten die Anwesenden immer deutlicher eine gemeinsame Einschätzung der Bedeutung des Bildungssystems und ihrer Ansprüche sowohl an ein besseres Bildungssystem als auch an die Vernetzung und Zusammenarbeit der Menschen, die dieses Ziel anstreben. Diese gemeinsame Grundlage wurde dann in einen kurzen Text formuliert:
In der Vernetzung begegnen sich verschiedene freie Menschen und unabhängige Gruppen, um auf gleicher Augenhöhe in einer möglichst hierarchiefreien Umgebung Informationen und Meinungen auszutauschen und weiterzuentwickeln. Dabei geht es darum, neue Ideen zu entwickeln und Gemeinsamkeiten zu finden, um entgegen der gesellschaftlich forcierten Vereinzelung solidarisch miteinander zu arbeiten.
Die Vernetzung an sich ist keine Akteurin, denn sie entscheidet oder vertritt nichts. Sie ist aber die Basis, auf der Akteur*innen, also unabhängige Gruppen und Einzelpersonen, wechselseitig voneinander lernen und bietet Gelegenheit, Vorgehensweisen und Aktionen zu koordinieren. Die Vernetzung orientiert sich dabei an gewaltfreier Kommunikation und dem Konsensprinzip. Dieser Prozess wird von der Eigenverantwortlichkeit und aktiven Gestaltung Aller getragen – und lebt davon.
Das bestehende Bildungssystem reproduziert die gesellschaftlichen Verhältnisse. Es befindet sich mit diesen in einer sich selbst verstärkenden Wechselwirkung, indem es die ideologischen Grundlagen des Gesellschaftssystems vermittelt und somit die weitere Entwicklung vorgibt. Durch diese einseitige Perspektive verschwinden gesellschaftliche Alternativen und die Suche nach ihnen immer weiter aus dem Blickfeld. Deshalb ist die grundlegende Veränderung, hin zu einem emanzipatorischen Bildungssystem, notwendig, um aus diesem Kreislauf auszubrechen.
Und jetzt?
Nun stellt sich für die nächsten Treffen die Frage, welchen Weg man einschlagen möchte, um die gestellten Ansprüche umzusetzen und die gesetzten Ziele anzustreben.
Das Treffen zeichnete sich durch eine (meistens) entspannte Atmosphäre und eine ganze Woche konstruktiver Zusammenarbeit aus. Eine gute Grundlage für das nächste Treffen, welches mit etwas Glück schon bald in Frankfurt stattfinden wird. Die Aussicht darauf, dort Leute zu treffen, die miteinander diskutieren, anstatt durch Mehrheit oder Renitenz ihre Meinung durchzudrücken, sollte Alle, die sich durch den obigen Text angesprochen fühlen, motivieren, aufmerksam zu bleiben, wann und wo das nächste Treffen stattfinden wird.





