Sie sind hier: alternative liste » Die Liste » Die studentische Interessensvertretung im Senat ist geschwächt
Die studentische Interessensvertretung im Senat ist geschwächt
Wie in jedem Jahr wurde Mitte Juni die studentische Sentasfraktion neu gewählt. Aus der wenig beachteten Wahl ging seit vielen Jahren die Liste VV (LVV), mit ihren von vielen Fachschaftsräten getragenen Kanditat_innen, als Siegerin hervor. Ziel dieses Zusammenschlusses war es immer, dass die wenigen studentischen Vertreter_innen im Senat (nur 4 von 25) eine gemeinsame Politik für die Interesse aller Studierenden auch vertreten. Mit dem Wintersemester 10/11 gilt das nicht mehr.
Bei den diesjährigen Gremienwahlen konnten die gebührenbefürwortenden Listen LHG und RCDS zusammen einen Sitz erringen. Einen zweiten ergatterte die Liste NaWi in der N-Reihe. Diese Spaltung der kleinen studentischen Fraktion in mehrere Listen erschwert ein einstimmiges Votum, das Voraussetzung ist um etwa die Finanzierung der von unsinnigen Projekten aus Studiengebühren zu verhindern. Es besteht die Gefahr, dass die konservativen Studierenden von RCDS und LHG nun eine Finanzierung von Gebäudesanierungen/-neubauten oder VSPL aus Studiengebühren ermöglichen, die Teile des Rektorats schon seit längerem anstreben und so der weiteren Zweckentfremdung Tür und Tor öffnen. Damit dies nicht passiert müsse die Listen im Senat eng kooperieren, um ein gemeinsames Handeln zu ermöglichen. Eine gespaltene Senatsfraktion stärkt nur die professorale Fraktion, die mit ihrer undemokratischen, absoluten Mehrheit schon zu oft ihre Ziele ohne Rücksicht auf die Studierenden verfolgt hat.
Bei den anderen Dingen, für die der Senat zuständig ist, hält sich der Schaden zum Glück in Grenzen. Bei der Berufung von Professor_innen, bei der die meisten Entscheidungen bereits auf Fakultätsebene getroffen werden, dem Entgegennehmen von positiv formulierten Rektoratsberichten und Senatsbesetzungen kann der RCDS sich zum Glück wenig störend auswirken. Hier hat sich aber auch die Liste VV in den vergangenen Monaten nur selten positiv hervor getan.
Wir als alternative Liste nehmen das Wahlergebnis zum Anlass unsere Zusammenarbeit mit der LVV wieder zu intensivieren und die Interessen der Studierenden weiter über den AStA vehement zu vertreten.





