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09.06.2011
12 Jahre sind genug – die alternative liste an der RUB löst sich auf
Nach 12 Jahren Hochschulpol itik haben sich die Aktiven der al dazu entschieden, dass es so (...) » mehr
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12 Jahre sind genug: Hiermit gibt die alternative liste an der Ruhr-Uni Bochum ihre Auflösung&nb sp;(...) » mehr
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08.03.2011
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01.02.2011
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3Sie sind hier: alternative liste » StuPa Wahl 2011 » Flugblätter » Bundeswehr vom Campus verbannen
Konsequent pazifistisch
Bundeswehr vom Campus verbannen
Alle Jahre wieder rückt die Bundeswehr ins Audimax ein und wirbt auf der fragwürdigen Recruiting-Messe "bonding" für eine Karriere bei der Truppe. Doch damit nicht genug. Am 17. Mai 2010 schlug ein Bundeswehr-Offizier sogar bei den Geographen auf und verkündete in einem gerammelt vollen Hörsaal die vermeintliche Heilsbotschaft wehrtechnischer Karrierechancen.
Die al findet: Die Bundeswehr ist kein ’normaler Arbeitgeber’, sondern bildet zum Töten von Menschen aus. Daher soll in die Verfassung der Ruhr-Uni eine sogenannte Zivilklausel eingefügt werden, die Werbeauftritte von Angehörigen der Bundeswehr und darüber hinaus jegliche Form von Rüstungs- bzw. militärisch interessengeleiteter Forschung unterbindet. Die al will sich im kommenden AStA-Jahr dafür einsetzen, über die Einfügung einer solchen Klausel in die Hochschulverfassung eine Urabstimmung unter den Studierenden der RUB durchzuführen.
Hiermit steht die al der RUB nicht allein: Die alternative liste an der TH Karlsruhe hat bereits 2009 in Zusammenarbeit mit anderen Gruppen eine Kampagne zur Aufnahme einer "Zivilklausel" in die Hochschulverfassung durchgeführt, um Rüstungsforschung und sonstige Interventionen militärisch gelenkter Interessen auf dem Campus zu unterbinden. Ähnliches ist inzwischen auch an anderen Hochschulen bundesweit angelaufen – so z. B. an der größten NRW-Uni: In Köln ist im Dezember 2010 eine Urabstimmung zum gleichen Thema wie in Karlsruhe durchgeführt worden. 65% der sich an der Abstimmung beteiligenden Studis haben dort für die Aufnahme einer ’Zivilklausel’ in die Hochschulverfassung votiert.
Auch vor der Lehre macht die militärische Intervention an den Hochschulen nicht halt. Dies zeigte nicht zuletzt der Auftritt von Hauptmann Benjamin Mörtl im Mai an der RUB, der beim Geoinformationsdienst der Truppe arbeitet, im Rahmen der Veranstaltung "Berufsfeld Geographie: Propädeutisches und Evaluationskolloqium". Mörtl verbreitete bei seinem Werbeauftritt ein Bild von der Bundeswehr als "weltweit operierendes Unternehmen, welches interessante und abwechslungsreiche Arbeitsplätze anbiete" – kein Wort davon, dass eine Ausbildung zum Töten bei diesem seit Anfang der 1990er Jahre zunehmend wieder global operierenden deutschen "Unternehmen" inklusive ist. Kein Wort von den damit verbundenen außergewöhnlichen Risiken, die für inzwischen über 40 deutsche Soldaten in Afghanistan tödlich waren.
Doch der Offiziersbesuch an der RUB ist kein Einzelfall: An mindestens neun Universitäten können Studierende für den Besuch von Bundeswehr-Veranstaltungen sogar Leistungspunkte erwerben – armes Deutschland! Dass es jedoch sehr wohl möglich ist, eine Zivilklausel in der Grundordnung zu verankern, zeigt das Beispiel Tübingen. Dort gelang es, eine solche Klausel in die Hochschulverfassung aufzunehmen. Auch in Bochum würden die Chancen auf die Einführung einer Zivilklausel sicherlich nicht schlecht stehen. Die al möchte sich dafür im nächsten AStA-Jahr einsetzen.





