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Kurzinfo 02
Themen: Datenschutz, Anwesenheitspflicht, Service, Gender_Gap
Wer weiß was?
Datenschutz heißt nicht Abschalten aller datenverarbeitenden Systeme, obwohl das wahrscheinlich die sicherste Möglichkeit wäre. Wir lehnen die VSPL, Chipkarte und LoginID aber nicht grundsätzlich ab, sondern fordern einen verantwortlichen Umgang mit unseren Daten und Transparenz bei der Datenverarbeitung. Die Datenschutzskandale der letzten Monate bei Lidl, der Bahn oder im SchülerVZ haben gezeigt, welche Folgen umfangreiche Datensammlungen haben können, wenn sie in die falschen Hände geraten. Die alternative liste setzt sich deswegen dafür ein, dass so wenig persönliche Daten wie möglich bei der Uni gespeichert werden. Die datenverarbeitenden Systeme müssen den Studierenden die volle Kontrolle über ihre Daten geben. Sie sollen also nicht nur funktionieren, sondern auch für alle benutzbar sein. Dabei darf aber die elektronische Verwaltung der Studierenden persönliche Gespräche und Beratungen nicht ersetzen. Eine analoge Alternative muss allen offen stehen.
Da sein oder nicht da sein, dass ist hier die Frage!
Dass die alternative liste sich gegen Anwesenheitslisten einsetzt, ist nicht neu. Dass wir dabei ausgerechnet von einer Univerwaltung Rückenwind bekommen, dagegen schon. Das Justiziariat der Uni Duisburg/Essen hat ein jüngst ein Gutachten erstellt, in dem erklärt wird, dass "nach geltender Gesetzeslage in Vorlesungen und Seminaren keine Anwesenheitspflicht" besteht. Wir haben dieses Gutachten natürlich sofort dem Rektorat der RUB zur Verfügung gestellt; bis jetzt gab es leider noch keine Reaktion darauf. Trotzdem werden wir weiter darauf hinwirken, dass die Anwesenheitspflicht abgeschafft wird. Damit das Studium wieder eine Zeit des kreativen, selbstbestimmten Lernens ist und uns nicht die Entscheidung, ob wir ein Buch selbst lesen oder uns dessen Inhalt in der Vorlesung anhören wollen, überlassen wird. Damit das Studium mehr Studium wird und mehr als zweimal fehlen uns nicht zwingt, noch ein ganzes teueres Semester länger die „Schulbank“ zu drücken.
Infos zu allen Lebenslagen
Ihr braucht Infos zum Bafög, wollt Euch zu Themen wie Stipendien und Studiengebühren informieren, seid auf der Suche nach einem der beliebten Bo-Timer oder dem neusten Hochschulsportprogramm? Kein Problem! Kommt zu den Öffnungszeiten unserer Referent_innen im AStA-Referat für Service, Soziales und Sport der RUB, lasst Euch bei einer Tasse Kaffee persönlich beraten und sammelt - natürlich für lau - umfangreiches Infomaterial zu allem Möglichen ein. Von zu Hause aus könnt ihr zudem ganz bequem unsere Online-Wohnungs-, Job-und Bücherbörse nutzen. Falls Ihr mal nicht genau wisst, wo Ihr mit Eurem Problem oder Anliegen hin müsst, seid Ihr bei uns richtig! Wir informieren Euch über bürokratische Abläufe an der Uni und wissen, an welche Ansprechpartner_in Ihr Euch im konkreten Fall wenden müsst. Täglich sind wir für Euch da. Anregungen, Ideenvorschläge und Kritik Eurerseits für eine weitere Verbesserung und Ausweitung unserer Servicearbeit sind bei uns jederzeit willkommen!
Gender_Gap
Diskriminierung aufgrund des Geschlechts tritt in verschiedensten Formen auf. Eine davon ist die in der Schriftsprache leider immer noch weit verbreitete Angewohnheit, Nomen immer in der männlichen Form zu schreiben. Hinsichtlich der Problematik von geschriebenen geschlechtsmarkierten Nomen wird sich die al im nächsten AStA-Jahr insbesondere für die Verwendung der „Gender_Gap“ einsetzen - wie bei Sänger_innen. Die bisherigen Versuche, Gleichberechtigung der Geschlechter auch linguistisch auszudrücken, scheitern entweder an der Bestätigung des heteronormativen Systems Frau-Mann - wie bei der Verwendung des Binnen-I in AkademikerInnen - oder an der fehlenden Markierung des Geschlechts - wie bei Verlaufsformen, z.B. in Studierende. Der Unterstrich der Gender_Gap bietet eine orthographische Möglichkeit, auch andere anatomische oder soziale Geschlechter(-rollen) in das Nomen zu integrieren. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Diskurs über Geschlechter(-rollen) auch an unserer Universität aufrecht erhalten bleibt.
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