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Vorwurf der NS-Verherrlichung gegen al-Parlamentarierin
Jusos überschreiten die Grenzen des guten Geschmacks
Was wollte der „Neue AStA“ nicht schon alles für die Studierendenschaft an der RUB „klar machen“. Wirft man zur Zeit jedoch einen Blick auf die AStA-Homepage und anschließend auf den Blog der SPD-Hochschulgruppe "Rubrosen", dann wird vor allem eins deutlich: Der AStA-Vorsitzende Fabian Ferber, dessen Geschreibe längst nicht mehr nur Insider an der konsequenten Missachtung sämtlicher orthographischer und grammatikalischer Regeln erkennen, scheint momentan in erster Linie damit beschäftigt zu sein, auf der Juso-Website auf astawatch-Kritik zu reagieren.
Jetzt scheint diese Kritik Ferber und die Rubrosen an einer äußerst empfindlichen Stelle getroffen zu haben. Wie sonst ließe sich der inzwischen wohl für jeden erkennbare vollständige Realitätsverlust in den jüngsten grotesk-literarischen Ergüssen Ferbers erklären? Auf ihrer Homepage behaupten die Rubrosen allen Ernstes eine Parlamentarierin der Alternativen Liste verherrliche den Nationalsozialismus.
Was war da passiert? Weil sie die Politik des AStAs in Bezug auf die bsz als Gleichschaltung bezeichnet hat, so die verquere Logik der Rubrosen, relativiere die al-Parlamentarierin den NS. Laut der SPD-Hochschulgruppe lässt sich der Begriff „Gleichschaltung“ also nur auf den Nationalsozialismus beziehen, jede andere Verwendung relativiere diesen. Dies ist schlicht und einfach grob falsch:
„Der ursprünglich aus der Elektrotechnik stammende Begriff bezeichnet manchmal auch in Bezug auf Faschismus und Stalinismus eine teils erzwungene, teils diesem Zwang vorauseilende freiwillige totalitäre Vereinheitlichung aller Gesellschaftsbereiche. Er steht für Maßnahmen, die ein Staats- und Gesellschaftssystem nach der Gliederung einer führenden oder einzigen Partei und einer einzigen Staatsideologie auszurichten versuchen, um Staat und Gesellschaft verschmelzen zu lassen. In diesem Sinne zielt eine Gleichschaltung immer auf die möglichst nachhaltige Ausschaltung der Demokratie.“
Der Begriff „Gleichschaltung“ ist also immer dann angebracht, wenn unabhängige und kritische öffentliche Stimmen der herrschenden Parteimeinung unterworfen werden. Genau dies tut der AStA in Bezug auf die bsz, wenn er ihm genehme Juso-(Chef-)Redakteure einsetzt und den wenigen verbliebenen kritischen Redakteuren mit Rauswurf droht, wenn diese ihre Kritik an diesen Methoden öffentlich äußern.
Wie nun der Schritt von der angeblichen Relativierung des NS zu seiner Verherrlichung vollzogen worden sein soll, wird wohl auf ewig das Geheimnis der Rubrosen und ihres Vorsitzenden Fabian Ferbers bleiben: Inzwischen haben sie den betreffenden Artikel einer Selbstzensur unterzogen und in seiner Aussage erheblich abgeschwächt. Ein Screenshot des Originalartikel ist hier zu finden. Auf jeden Fall lässt sich festhalten, dass die Rubrosen einmal mehr den Rahmen jeglichen guten Geschmacks verlassen und sich als nicht tragfähig für die Studierendenschaft erwiesen haben.





