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Verkehrsverbünde legen konkretes Angebot vor
NRW-Semesterticket kann kommen
Lange hat es gedauert. Bereits im Oktober 2003 begann unser damaliger Öko-Referent des AStA zusammen mit Fachkollegen anderer NRW-ASten die noch weiter zurückliegenden Überlegungen zu einem NRW- Semesterticket in die Tat umzusetzen.
So trafen sich 2003 die Vertreter der Verkehrsverbünde und der Studierendenschaften zum ersten Mal. Diese Woche, fast vier Jahre später, gibt es ein konkretes Angebot der Verkehrsverbünde.
NRW-Ticket, warum?
Sicherlich lässt sich die Frage stellen, ob ein Semesterticket für ganz NRW überhaupt sinnvoll ist. Die alternative liste hat dies immer gefordert, nicht nur aus ökologischen sondern auch aus sozialen Gründen. Viele von uns fahren des Öfteren über den VRR hinaus und dies ist unverschämt teuer, insbesondere dann, wenn Fahrten zur Uni beispielsweise täglich aus dem Sauerland unternommen werden müssen und ein Umzug nach Bochum nicht in Frage kommt. Ein NRW-Ticket nach dem Solidarprinzip verbilligt solche Fahrten ungemein, selbst bei nur 4 Fahrten pro Semester, z.B. nach Köln hin und zurück, wird es für den Einzelnen günstiger.
Allerdings sollte ein NRW-Semesterticket vorher durch eine Urabstimmung von der Studierendenschaft angenommen werden. Denn schließlich müssen bei einer Einführung des Tickets alle Studierenden einen erhöhten Ticketpreis zahlen. Für Studierende, die sehr wenig Geld haben, hält bisher landesweit jeder AStA, egal welcher Couleur, einen Härtefallfonds vor.
Zähe Verhandlungen
Wäre es nach uns gegangen, hätte schon im Sommer 2004 ein Abschluss der Verhandlungen erzielt werden können. Allerdings torpedierte die rot/grüne NRW-Landesregierung die Einführung des Tickets unter anderem durch die rot/grünen „Langzeit-Studiengebühren“ wegen ungewisser Studierendenzahlen. Des Weiteren geriet das Semesterticket durch Kürzungen seitens des so genannten Koch/Steinbrück Papieres unter Druck. SPD und CDU hatten beschlossen, die Zuschüsse für den öffentlichen Ausbildungsverkehr zu kürzen. Damals wurde der Preis des regionalen Tickets erhöht, jedoch konnte mit diesem Zug durch den damaligen alternativ geführten AStA die Mitnahme des Fahrrads sowie eines Lieblingsmenschen durchgesetzt werden. Das NRW- Semesterticket indes schien zur endlosen Geschichte zu werden, zumal die aktuelle schwarz/gelbe Landesregierung allgemeine Studiengebühren einführte, was wiederum zu Ungewissheit bezüglich der Studierendenzahlen führte und damit den Ticketpreis schwer kalkulierbar machte.
Aus einer Idee wird Realität
Der damalige al - Ökoreferent fungiert heute als Verhandlungsmensch für das LandesAstenTreffen NRW. In den letzten zwei Jahren ging es dann um weitere Feinheiten und natürlich auch um den Preis. Geschlagene sechs Monate brauchten die Verkehrsverbünde, um sich auf ein einheitliches Angebot zu einigen. Das NRW-Semesterticket kann erstmals zum Sommersemester 2008 für einen Aufpreis von 33,60 Euro / Semester angeboten werden.
Was sagt der schwarz/gelb/rote AStA dazu?
Bisher haben interne Probleme der Verkehrsverbünde die Verhandlungen verzögert. Insofern kann dem gegenwärtigen AStA in diesem Punkt kein Vorwurf der Untätigkeit gemacht werden. Die reichlich unausgegorenen Vorschläge der Rubrosen (Juso-Hochschulgruppe) für eine „Insellösung“ (was auch immer das sein soll) irritieren da nur. Auch die merkwürdige und unprofessionelle Umfrage des derzeitigen RCDS geführten Öko-Referates ist wenig hilfreich, zumal statistisch nicht verwertbar. Der schwarz/gelb/rote AStA lehnt bisher die Einführung eines NRW-Semestertickets zum vorgeschlagenen Aufpreis ab.
Urabstimmung muss nun folgen
Deshalb wird die alternative liste im SP eine Urabstimmung beantragen. Endet eine solche positiv, dann muss der AStA einen Vertrag mit den Verkehrsverbünden abschließen. Trotz aller begründeter Kritik an dem AStA und seiner bisherigen Leistung wird unsere Liste den AStA bei der Urabstimmung unterstützen. Wir hoffen nur, dass der AStA eine Urabstimmung nicht durch Untätigkeit blockiert. Wenn die Studierenden in einer Urabstimmung einem NRW-Semesterticket die erforderliche Mehrheit geben, dann können wir bereits ab dem 1. April 2008 für einen Mehrpreis von 5,60 Euro pro Monat alle Busse und Bahnen des Nahverkehrs in ganz NRW nutzen!
Also denk dran: Stimm mit Ja für das NRW-Ticket und für eine umweltgerechte und soziale RUB!
NRW-Semesterticket, wie funktioniert das?
Ein regionales Semesterticket, wie wir es in Bochum haben, gilt als Bedingung für ein NRW-Semesterticket. Für den zusätzlichen Bereich muss ein einheitlicher Aufpreis bezahlt werden. Dieser Aufpreis soll im SoSe 2008 33,60 Euro betragen und wird mit dem Sozialbeitrag bezahlt. Wie das bisherige Semesterticket wird auch hier das Solidarprinzip angewendet, heißt also alle Studierenden müssen diesen Aufpreis pro Semester bezahlen. Hierzu ist mindestens ein Beschluss des Studierendenparlamentes notwendig. Dieser sollte aber durch eine Urabstimmung, wie sie von uns immer schon gefordert wurde, gestützt werden.





