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« Hochschulpolitik »
Aktiv werden!
Um sich aktiv an der Uni zu engagieren, muss man natürlich nicht gleich Referent im AStA sein. Es gibt eine Vielzahl von unabhängigen Initiativen und Organisationen, die wichtige Aufgaben im Rahmen der studentischen Selbstverwaltung übernommen haben.
So sind viele KandidatInnen der alternativen liste gewählte Mitglieder in offiziellen Gremien der Universität, zum Beispiel in den diversen Fakultätsräten oder dem Senat.
Der Protestsommer
Daneben haben wir uns mit vielen Personen aktiv am Protestkomitee beteiligt, das im letzten Sommer mehrere Wochen auf dem Campus gezeltet und den Protest gegen allgemeine Studiengebühren organisiert hat. Von Mitte Juni an bis in die Semesterferien hinein wuchs vor der Unibibliothek ein Camp mit zwischenzeitlich fast 40 Zelten. Dank organisatorischer Unterstützung durch das Rektorat konnten von morgens bis abends Aktionen geplant und durchgeführt werden. Neben der Mobilisierung zu zahlreichen Demonstrationen, die im Sommer mit bis zu 8000 TeilnehmerInnen in Essen und Düsseldorf stattfanden, war das Hauptziel des Protestcamps, die Studierenden in Bochum auf die drohenden Gebühren und die damit verbundene soziale Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen. Das geschah unter anderem mit drei Sonderausgaben der bsz und einigen Aktionstagen, die den Campus aufweckten. Zwar konnten die Gebühren auf Landesebene nicht abgewendet werden, aber dem Rektorat wurde ein klares Signal gesendet, dass Studiengebühren in Bochum nicht ohne Proteste durchsetzbar sind. Dies wurde auch durch die Urabstimmung Ende November deutlich, in der sich über 90% der Studierenden gegen die Einführung von Gebühren aussprachen. Zum Showdown wird es dann in einigen Monaten im Senat kommen, der letzten Endes über das Ob und Wie von Studiengebühren entscheidet.
Der Senat
Der Senat ist das höchste beschlussfassende Gremium der Ruhr-Universität. Neben den VertreterInnen der ProfessorInnenschaft und der wissenschaftlichen bzw. nichtwissenschaftlichen MitarbeiterInnen hat auch eine studentische Minderheit von vier VertreterInnen die Möglichkeit, über das Geschehen an der Uni mitzubestimmen. Wir wollen, dass vor allem Aktive aus den Fachschaften in den Senat gewählt werden, damit dieses Organ nicht zu einem weiteren Ort für Politpossen wird. Daher kandidieren wir als alternative liste auch nicht bei der Wahl zum Senat, sondern unterstützen die unabhängige Liste VV als Vereinigung der Fachschaften.
Die Fachschaften
Ein besonderes Augenmerk liegt auf den kleinsten organisatorischen Einheiten an der RUB (nämlich den Fakultäten), weil hier direkt über Professuren, die Struktur der Studiengänge und Verteilung von finanziellen Mitteln entschieden wird. Die studentische Mitarbeit in den Fakultätsräten wird maßgeblich von den Fachschaften mitgestaltet, die die Basis jeglicher studentischen Mitbestimmung sind. Der Fachschaftsrat vertritt die Belange der Studierendenschaft in den Gremien der Fakultät. Daneben kümmern sich seine Mitglieder um die Betreuung der Studierenden. Sie organisieren Tutorien, informieren Erstis, beraten bei Fragen rund um das Studium und planen die allseits beliebten Fachschaftsparties. Mitmachen und -gestalten kann dort prinzipiell jedeR, die/der Interesse hat. Gerade in Zeiten stetiger „Rationalisierung“ und fortlaufender Kürzungen bei wichtigen studienbegleitenden Angeboten wie den Tutorien ist die ehrenamtliche Arbeit der Fachschaften von großer Bedeutung. Dabei muss darauf geachtet werden, dass man nicht in einen schleichenden Prozess gerät, und immer mehr eigentliche Aufgaben der Universität durch ehrenamtliche Fachschaftsarbeit ersetzt werden. Hier wollen wir uns auch in Zukunft lautstark zu Wort melden.






