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Öko ist doch logisch

Was wäre eine alternative liste ohne den Einsatz für die Umwelt? Eines unserer größten Anliegen ist der Umstieg vom Auto auf das öffentliche Nahverkehrsmittel. Hier bietet das solidarisch finanzierte Semesterticket eine vernünftige und günstige Alternative.

Studierende, die außerhalb des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr (VRR) wohnen, müssen täglich etliches Geld aufwenden, um die Fahrt in den Verkehrsverbund zu bezahlen oder ein Auto zu unterhalten. Damit soll Schluss sein. Wir setzen uns für ein Semesterticket ein, das in ganz Nordrhein-Westfalen gilt. Davon würden nicht nur diejenigen, die jenseits der Verbundgrenzen wohnen profitieren, sondern jedeR von uns kann dann auch einfach mal so nach Köln „rübermachen“. Die Chancen, dies zu erreichen, stehen nicht schlecht. Die Vorarbeit für „freie Fahrt“ in ganz NRW haben unsere ehemaligen Ökologiereferenten geleistet. Bereits im September 2003 gab es Treffen der verschiedenen Verkehrsverbünde und der NRW ASten. Es gab schnell Einigkeit darüber, dass die Idee eines NRW weiten Semestertickets weiter verfolgt werden sollte. Diese Bestrebungen endeten im Februar 2005 in einer Umfrage die vom Kompetenzcenter des VRS und vom Institut für Verkehrswissenschaft der Uni Köln durchgeführt wurde. Die taz berichtete am 21.12.05 in einem Schwerpunkthema darüber. Hierdurch wurde das Thema auch wieder aktuell. Denn erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass sowohl die Bereitschaft der Studierenden vorhanden ist, einen gering höheren Preis zu zahlen als auch die Bereitschaft der Verkehrverbünde in Verhandlungen einzusteigen. „Im Ergebnis wünscht das eine große Zahl der Studierenden. Dadurch sind sie viel mobiler“, so Herr Baum, Verkehrswissenschaftler der Uni Köln. Eine Ausweitung des Semestertickets auf ganz NRW bietet aber auch für den ÖPNV Vorteile, denn der Verzicht auf ein eigenes Auto wird attraktiver. „Für das Land hätte das eine verkehrspolitische Wirkung.“, so Baum weiter. Etwa ein Jahr herrschte Stillstand beim NRW-Semesterticket, bedingt durch die schwer einschätzbaren Studierendenzahlen in Folge der Einführung der Studienkonten und den Kürzungen der Zuschüsse für den öffentlichen Ausbildungsverkehr durch das so genannte „Koch-Steinbrück Papier“. Nun freuen wir uns, dass der von uns mit angeschobene Prozess weitergeführt wird und die Verkehrsverbünde wieder verhandlungsbereit sind.

PCB, ein abgehaktes Thema?

Polychlorierte Biphenyle (PCB) wurden im Sommer 2003 erstmals an der Ruhr-Uni gemessen. Da unsere Uni genau in der Zeit gebaut wurde, in der PCB in Dehnungsfugen und als Brandschutzanstrich verwendet wurde, war das Ergebnis kaum überraschend. In nahezu allen älteren Gebäuden wurde eine Konzentration von über 300 ng/m³ Raumluft (Vorsorgewert) festgestellt. PCB ist dem Dioxin sehr ähnlich und dünstet kontinuierlich aus, insbesondere im Sommer. Ab dieser Konzentration ist laut PCB Richtlinie des Landes NRW langfristig Abhilfe zu schaffen. In einigen Räumen wurde sogar der Interventionswert von 3000 ng/m³ Raumluft überstiegen. Ab diesem Wert ist sofort Abhilfe zu schaffen. Mit PCB belastete Materialien sind zu entfernen, Räume und Gebäude gegebenenfalls zu schließen. Allerdings sind diese Grenzwerte bereits zu hoch angesetzt, wie aus einer Studie, die vom Land NRW selbst beauftragt wurde, zu entnehmen ist (Landesumweltamt NRW, Materialien Nr. 62). Zunächst versuchte die Uni-Verwaltung und der Gebäudebesitzer, der landeseigene Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) die Problematik zu vertuschen. Ironischerweise weisen die Verordnungen des Landes NRW darauf hin, dass die Verantwortung für Abhilfe und Sanierungsmaßnahmen beim Gebäudebesitzer liegt. Die sofortige Abhilfemaßnahme des BLB beschränkte sich auf besseres Lüften und Wischen der belasteten Räume, nur dort wo Umbaumaßnahmen stattfanden, entfernte man die Gefahrstoffe aus den Gebäuden. Der damalige AStA, insbesondere das von der alternativen liste geführte Ökoreferat, machte das Problem öffentlich. Immerhin wurde nun über das Problem diskutiert. Die erfolgten Abhilfe-Maßnahmen zeigten leider nur einen geringen Erfolg. Die Raumluftkonzentration sank leider nur leicht unter die ­3000 ng­ ­Marke. Dabei ist PCB bereits in wesentlich geringeren Dosen schädlich, insbesondere für Kleinkinder, Schwangere und Stillende. Sicherlich kann auch der jetzige AStA nichts gegen die Gifte in der Raumluft machen, aber es ist schon die Aufgabe einer aktiven Studierendenvertretung, solche Tatbestände öffentlich zu machen und insbesondere die Studierenden darüber zu informieren. Das derzeitig zuständige Referat des AStAs nennt sich Referat für Ökologie, Studischutz, Verkehr & Unientwicklung. In Sachen PCB blieb es untätig. Wir werden uns der Thematik wieder annehmen. Die neuesten Ergebnisse der PCB Messungen des Jahres 2005 sollen veröffentlicht werden. Die Sanierungsmaßnahmen müssen deutlich schneller in Angriff genommen werden.

Atomkraft, nein danke

Eigentlich ein Ur-grüner Spruch. Jedoch findet dieses Thema dort nicht mehr den nötigen Platz, dabei haben wir mit Ahaus ein Zwischenlager für strahlende Abfälle quasi vor der Haustür. Während den letzten Atommülltransporte, der letzte war im November 2005 ins wendlänsiche Gorleben, stellten wir uns quer. Wir befürworten die Nutzung von regenerativen Energien insbesondere an der RUB. So soll in den nächsten Jahren die Ruhr-Uni mit Hilfe der Geothermie beheizt werden, im Fachjargon Hot-Dry-Rock Verfahren www.geothermie.de/hdr.htm. Dies ist gerade für einen großen „Wärmeverbraucher“ wie die Ruhr-Uni eine ökologisch sowie ökonomisch sinnvolle Variante und stellt eine Alternative zu den bisherigen Energiequellen, wie strahlende Atomkraft und Klima-schädigende fossile Brennstoffe, dar.

RaucherInnenräume, ja bitte

Im Herbst 2004 wurde die Ruhr-Uni zur rauchfreien Uni erklärt. So weit so gut. Jedoch fehlen für RaucherInnen gerade im Winter die Möglichkeiten in den Gebäuden, in klar abgegrenzten Räumen ihrer Gewohnheit nachzukommen, ohne frieren zu müssen. Lediglich in der GB Cafete gibt es einen geschlossenen Raum für die AnhängerInnen des blauen Dunstes. Gut ist, dass Nichtraucher­Innen zum großen Teil vom lästigen Zwangsmitrauchen geschützt sind. Schlecht, dass das Fehlen von RaucherInnenräumen dazu führt, dass in den Gebäuden an einigen Stellen die Zigarette angezündet wird. Auch das massenhafte Rauchen vor den Eingangstüren, insbesondere in der stärker frequentierten G-Reihe, hat zur Folge, dass jede Menge Qualm mit ins Gebäude zieht. Außerdem werden NichtraucherInnen beim Betreten der Gebäude verstärkt den Dunstgiften ausgesetzt. Deshalb fordern wir weitere RaucherInnenräume, um in erster Linie die NichtraucherInnen vor Qualm, Giften und lästigen Gerüchen zu schützen. Eine Erklärung, dass die RUB nun rauchfrei sei, und das Aufhängen von ein paar Schildern vermag dies alleine nicht.

Listentreffen

Die alternative liste trifft sich momentan dienstags um 18.00 Uhr im AStA-Flur, um danach in eine passende Räumlichkeit zu wechseln.

Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt!

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