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Unser Kulturkonzept 2006

Wir wollen ein kulturelles Angebot fernab des Mainstreams bieten. Zwar hat Bochum ein recht vielfältiges kulturelles Angebot, wir jedoch wollen alternative studentische Kultur fördern.

Da ist auch eure Initiative gefragt. Wir wollen ein Kulturreferat im AStA sehen, dass in erster Linie Anlaufstelle für euch sein soll, um eigene Ideen zu verwirklichen, und um studentische Initiativen in ihrer kulturellen Arbeit zu unterstützen. > Mit dem Bundesarchiv für studentische Kulturarbeit, kurz BSK, steht seit Mitte 2005 eine Struktur in Bochum zur Verfügung, die bundesweit für Studierende Beratungen und Weiterbildungen, beispielsweise im Theater- Musik und Filmbereich der studentischen Kulturarbeit anbietet. Damit ist in Bochum eine starke Basis verortet, an dessen Fundus sich gut bedient werden kann.

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt

Nachdem der aktuell amtierende AStA seine Mitgliedschaft im Bundesverband studentischer Kulturarbeit ohne Angabe von Gründen zurückgezogen hat, wollen wir wieder verstärkt mit dem BSK zusammenarbeiten. Eine weitere wichtige Basis für Kulturarbeit an der Ruhr-Universität ist das studentische KulturCafé. Hier wollen wir wieder verstärkt Veranstaltungen, wie Film- oder Kleinkunstabende, Live-Konzerte und Lesungen durchführen. Jedoch steht bei uns nicht nur die kulturelle Hochgeistigkeit im Vordergrund. Wir fordern auch schon mal den Mut selbst das Mikrofon in die Hand zu nehmen und vielleicht auch einmal bei dem beliebten Format „Bochum sucht den Superstar“ auf der Bühne zu stehen. Oder bei einem Punkkaraoke-Abend mal zu zeigen, wie viel Punk in euch steckt. Hier steht nicht die Qualität im Vordergrund, sondern hier ist auch Mut zur Blamage willkommen.

Jeder geschlossene Raum ist ein Sarg

Von vielen Stellen wurde immer wieder gefordert, das Kulturcafe zu privatisieren. Solchen Konzepten geben wir ein klare Absage, denn nur in studentischer Hand steht die Kultur im Vordergrund und nicht der Profit. Aber wir wollen die Kultur nicht räumlich eingrenzen, denn jeder geschlossene Raum ist ein Sarg. Auf unserem großflächigen Campus bieten die zähen Waschbetonplatten viel Platz für Open Air Events. Dazu gehört auch das jährliche Sommerfest. Hier haben Fachschaften, Studis und studentische Initiativen Raum, um sich auszutoben. Live-Konzerte, die das Parkhaus zum vibrieren bringen, können mit enthusiastischen Aktionismus untermalt werden. Dazu gehörte zum Beispiel das lustige „Eins Zwei oder Drei“-Raten der Fachschaft Geographie, bei dem nicht nur die angereisten Hu-Stadt-Kids auf ihre Kosten gekommen sind. Auch der „Human Live Soccer“ brachte nicht nur das Blut der SpielerInnen in Wallung, sondern auch das der tobenden und jubilierenden Fans. Wichtig für uns ist es auch die studentischen Initiativen, wie das Theaterfestival, das Videofestival oder das SKF zu unterstützen. Gerade in Zeiten in denen das Studieren immer teurer und schwer finanzierbar wird, ist es wichtig, Kultur auch zu kleinen Preisen anzubieten. Uni darf nicht nur Lernfabrik sein, sondern auch Lebensraum. Sie muss auch ein Ort kultureller Aktivitäten und Innovationen neben dem Studium sein. Darum wollen wir all jenen, die trotz hoher Arbeits- und Lernbelastung den geistigen Input jenseits von Tangens und arithmetischem Mittel suchen die Möglichkeit bieten, ihn hier zu finden. Darum dürfen auch audiovisuelle Schmakerl, wie die beliebten Stummfilme mit live Klavierbegleitung, Lesungen oder Jam- Sessions nicht fehlen. Gerade die Uni bietet Raum, um Kultur im weitesten Sinne nicht auf einem regionalen oder vollendeten Raum zu pferchen.

Bend it like Beckham

In unserem Programm soll nicht nur die passive, mehr oder weniger freiwillige Teilnahme am Fußballgeschehen ährend der WM sein. Wir wollen mit uns selbst sportlich werden. Teil eines solchen Programms ist ein Tip Kick Turnier, Human live Soccer (bei dieser Variante bist Du selbst eine Tip Kick Figur in der wichtigsten Sportart des Jahres) oder ein Fußball Quiz Abend, bei dem die oder der ausgefuchseste LaienberichterstatterIn gekürt wird. Für jedeN soll natürlich alternativ die Möglichkeit bestehen den Spielen live im Audimax beizuwohnen. Wir wollen keine Tränen sehen, weil Leute wegen Veranstaltungen nicht die Möglichkeit haben, die Spiele zu verfolgen. Damit sollen die Lehrenden aufgefordert werden ihre Veranstaltungen an den Ort der Übertragung zu legen. Dazu könnten gehören: die klimatischen Verhältnisse während des Spiel zu beobachten, die soziale Struktur der Fans zu analysieren oder einen Diskurs über das vegetative Verhalten des Stadionrasens zu halten.

Da leider nicht alle Spiele im AudiMax übertragen werden, wollen wir auch den nicht eurozentristisch positionierten Fans die Möglichkeit bieten, das Spiel ihrer Favoriten zu verfolgen - in alternativen Räumlichkeiten, wie zum Beispiel dem Kulturcafe. Wahrscheinlich werden wir leider nicht in den Genuss kommen, Begegnungen, wie Buthan gegen Montserrat verfolgen zu können, nichtsdestoweniger sollen auch alternative Günstlinge bejubelt werden dürfen. Doch nicht nur Fußball ist unser Leben. Nicht jedeR kann sportlichen Aktivitäten so viel abgewinnen, wie die vielen Voll- und Teilzeitfans. Darum sind auch eure Ideen, Kritik und Anregungen gefragt.

Listentreffen

Die alternative liste trifft sich momentan dienstags um 18.00 Uhr im AStA-Flur, um danach in eine passende Räumlichkeit zu wechseln.

Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt!

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