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Es gibt immer eine Alternative (Über Uns)
Vollgestopfte Stundenpläne, stressiger Nebenjob, Dauerbeprüfung, Studiengebühren, Anwesenheitspflicht und der alltägliche Kampf mit VSPL. Jeder Studi hat mit kleinen oder großen Problemen an der Uni zu kämpfen. Ändern kann man aber an ebendiesen nicht viel. Kommt ja alles von oben... Wir finden: Das ist falsch!
Denn auch wenn vieles (noch) nichts mit Mitbestimmung der Studierenden zu tun hat, so kann mensch doch schon jetzt etwas verändern. Vom 18.–22.1. könnt ihr eure Stimme für das neue Studierendenparlament abgeben. Ein Kreuz bei der alternativen liste garantiert euch, dass mit uns im AStA studentische Alternativen für die Uni aufgezeigt und nach Möglichkeit realisiert werden. Aber wer ist die alternative liste überhaupt?
Die Frage scheint ja oft zu sein: Wer steckt eigentlich dahinter? Das ist bei der alternativen liste ganz einfach: Ihr könntet es sein. Fernab von Parteiprogrammatik besteht die al aus Studierenden vieler Fachrichtungen, die sich für ihre Hochschule interessieren und sie verbessern möchten. Dabei geht es um Hochschulpolitik im engeren und weiteren Sinne. Dass die al diese Arbeit ernst nimmt, ist unter anderem an der Beteiligung am Bildungsstreik im letzten Jahr zu sehen: Als einzige Liste organisierte die al seit Anfang 2009 die Demonstrationen und Kundgebungen, sowie diverse andere Dinge. Hier wurde genau das umgesetzt, was sich die al für den AStA 2009 vorgestellt hat: einen Mitmach-AStA, an dem sich alle Interessierten beteiligen können, um Hochschulpolitik zu betreiben. Dabei stellten die AStA-ReferentInnen der al die Infrastruktur, damit sich die Diskussionen um das Bildungswesen in Deutschland entfalten konnten. Die al ist basisdemokratisch organisiert und funktioniert nach dem Platt- formprinzip: Es braucht keine feste Mitgliedschaft, um hier mitzuentscheiden. Jede_r steckt soviel Zeit und Energie in die Arbeit, wie er/sie zur Verfügung hat und bereit ist zu geben. Um diesen Grundsatz zu verwirklichen, liegt unser Schwerpunkt auf der kommunikativen Arbeit über verschiedene Medien. Einmal die Woche findet das Listentreffen statt, auf welchem Aktuelles und Organisatorisches besprochen wird. Die eigentliche Arbeit findet dann in Kleingruppen statt, jede_r beteiligt sich an einem Thema, das ihn oder sie interessiert. Über die Mailingliste und unser Wiki wird dann über die Vorschläge diskutiert, damit jeder dort mitmachen kann, wo er oder sie möchte. Daher wird das Programm der al von den Aktiven gestaltet und ist nicht an eine Parteilinie oder Ähnliches geknüpft. Die al setzt sich ebenfalls dafür ein, Chancengleichheit für alle zu garantieren. Dies ist nicht nur im Kontext der Bildungspolitik zu sehen. Für uns gehört es selbstverständlich dazu, gegen Sexismus, Rassismus, Faschismus, Militarismus, Antisemitismus, Chauvinismus, Diskriminierung, fundamentalistische Religiösität, elitäres Denken und Derivate zu kämpfen. Natürlich fängt unser Engagement damit an, dass wir dies in unseren Strukturen selbst umsetzen.
Im vergangenen Jahr haben wir im AStA einiges getan, um die Studienbedingungen für alle zu verbessern. Oft sind wir aber leider nicht so weit gekommen, wie wir uns vorgenommen hatten: Zwar konnten auf der Senatssitzung im April diverse Befreiungsmöglichkeiten durchgesetzt werden, wie z.B. die Ermäßigung für Geschwisterkinder oder die Befreiung für Schwangere. Allerdings zeigten weder das Rektorat noch die Professor_innen Kompromissbereitschaft, als es um die vollständige Abschaffung der Studiengebühren ging. Die Argumente sind dabei selten komplett falsch. Ja, die Unis bekommen zu wenig Geld vom Land und sind deshalb froh über den Studiengebührenregen. Dass die Bundesrepublik weit unter der empfohlenen finanziellen Förderung der Bildung und insbesondere seiner Hochschulen zurückliegt, wird einfach ignoriert. Dass viele Studis sich die Gebühren in ihren Nebenjobs erarbeiten müssen, will niemand hören. Außer natürlich, wenn sich durch den Job das Studium verzögert und die Uni wegen schlechter Abschlusszahlen noch weniger Geld vom Land bekommt. Förderlich für das Studium kann es an dieser Stelle allerdings nicht sein, die Studienzeit zu verkürzen und strengere Regeln für den Abschluss zu etablieren oder gar die stressige Situation der Studierenden als wertvolle Erfahrung anzusehen.
Unser Ziel ist es weiterhin, das Studium wieder studierbarer zu machen und den großen und kleinen Problemen an der RUB entgegenzutreten. Die bisherigen Entwicklungen sind keine Naturgesetze und man muss nicht erst Kultusminis- ter_in sein, um etwas zu ändern. Auch auf lokaler Ebene lässt sich viel bewegen. Wer die al wählt, macht sein Kreuz für mehr studentische und demokratische Mitbestimmung an der Uni. Für ein Studium, welches den eigenen Interessen entspricht und die Fähigkeiten jedes und jeder Einzelnen berücksichtigt. Für mehr Chancengleichheit an der Uni, sei es im Engagement um die Abschaffung der Studiengebühren oder mittels stärkerer Beteiligung von diskriminierten Personen. Für einen AStA, der in erster Linie die Studierenden vertritt, aber auch alle diejenigen außerhalb der Hochschule mit einbindet, die sich für Hochschulpolitik interessieren.





