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Minus 30 000 000 Studiengebühren
Eintausend Euro hat jedeR Studierende dieses Jahr an die RUB abgedrückt. Doch langsam weiß die Uni nicht mehr wohin mit dem Geld.
Neben einigen neuen Tutorien, die zweifellos zur Verbesserung der Lehre beigetragen haben, wurden in den ersten Semestern vor allem Räume mit neuen Computern und Geräten ausgestattet und dringend notwendige Anschaffungen gemacht. In diesem Wintersemester scheinen der Hochschulleitung die Ideen aber schon ausgegangen zu sein. Nachdem der Vorschlag, eine 250 000 Euro teure Hinweistafel für HZO sowie eine pauschale Bezuschussung von VSPL, abgelehnt wurde, soll ein Teil des Geldes nun in die “Verbesserung der Ausstattung” von Seminarräumen fließen. Neue Sonnenblenden in GC oder eine schönere Bestuhlung in GBCF werden so demnächst “die Lehre verbessern”. Der negative Einfluss von direkter Sonneneinstrahlung oder defekten Stühlen auf die Lehrnleistung mag zwar durchaus evaluierbar sein. In unseren Augen sind die Mängel an der Ausstattung der Uni, die seit Jahren, nicht zuletzt auf Grund der Unterfinanzierung durch das Land, bestehen aber nichts dem mit Mitteln aus den Studiengebühren abhilfe geleistet werden kann.
Wohin mit dem Geld?
Was passiert, wenn auch diese Verbesserungen gemacht sind. Wohin mit dem vielen Geld dann? Mietcontainer auf den G-Parkplätzen, um den Seminarraummangel zu beheben? Kaffeemaschinen in jedem Raum? Oder doch die Finanzierung der grunständigen Lehre, also der ProfessorInnen, aus Studiengebühren?
Dies alles würde natürlich zur Verbesserung Lehre beitragen, geht aber weit über das hinaus, was die Landesregierung versprochen hatte. Solche Maßnahmen, die KritikerInnen des „Studienbeitrags“-Konzeptes schon vorher vorausgesagt haben, führen auf dem direkten Weg zu einer Hochschule die sich überwiegend aus Studiengebühren trägt und aus deren Finanzierung sich die Gesellschaft noch weiter zurückzieht als bisher.
Minister rügt Unis
Übrigens hat Gebührenminister Pinkwart bereits die Hochschulen aufgerufen, die Studiengebühren zu senken, nachdem bekannt geworden war, dass die Kölner Sporthochschule einen Großteil der Gebühren auf die Hohe Kante gelegt und nicht direkt ausgegeben hatte.
Der AStA der RUB hat sich wegen der Mensaparty um das Thema Studiengebühren nicht gekümmert. Weder mit Informationen für die Studierenden noch mit der versprochen Volksinitiative. In unseren Augen überwiegen weiterhin die negativen Folgen der Gebühren. Eine Senkung im nächsten Jahr ist für uns daher nur der erste Schritt.





