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Unser AStA Konzept 2007

Diese Woche ist es wieder so weit. Bis Freitag 16 Uhr könnt Ihr in den Cafeten wählen und darüber entscheiden, wer in den kommenden zwei Semestern Eure Interessen im AStA vertritt. Wir, die alternative liste, wollen einen AStA, der sich in das soziale, kulturelle und politische Leben an der Ruhr-Uni einmischt. Hier wollen wir Euch einen Ausschnitt unseres Konzeptes für das nächste Jahr vorstellen.

Hochschulpolitik

Wir sind gegen jede Form von Studiengebühren. Leider mussten wir im vergangenen Jahr einen Rückschlag hinnehmen, denn ab dem Sommersemester 2007 ist es vorbei mit dem kostenlosen Erststudium. Nachdem die Uni die Studiengebühren eingeführt hat, haben wir uns als VertreterInnen der Studierendenschaft, konstruktiv an der Erarbeitung der Studiengebührensatzung der RUB beteiligt. Viele Studierende haben aus unterschiedlichten Gründen den Anspruch auf eine Gebührenbefreiung. Die Berücksichtigung dieses Anspruches haben wir durchgesetzt. Im Referat für Hochschulpolitik haben und werden wir euch auch weiterhin kompetent beraten und Hilfestellungen für alle bieten, die nun unter den erschwerten Bedingungen studieren müssen. Ausserdem sehen wir es als unsere Aufgabe an, zu kontrollieren was mit den Gebühren passiert. Zusammen mit den Fachschaften und der studentischen Senatsfraktion wollen wir Verfehlungen bei der Verwendung der Gebühren aufzeigen. Wie schon vorher vermutet wurde, werden die Gebühren an zu vielen Stellen genutzt um Haushaltslöcher zu stopfen. Das darf nicht sein und muss öffentlich gemacht werden, um diesen Mißstand zu beheben. Denn wenn überhaupt dürfen Studiengebühren ausschließlich zur Verbesserung der Studienbedingunen eingesetzt werden. Und: kein Gesetz ist ewig gültig. So werden wir uns auch weiterhin hier an der Uni und überregional dafür einsetzen, dass die Gebühren wieder abgeschafft werden. So werden Studierende, die Proteste planen und durchführen, auch weiterhin in der alternativen liste eine zuverlässige Ansprechpartnerin finden, die Aktionen gegen Studiengebühren und Sozialabbau weiterhin aktiv unterstützt. Der Gebührenboykott steht dabei ganz oben auf der Liste. Wir werden Euch über den Boykott informieren und seine Durchführung begleiten. Doch Studiengebühren sind nicht alles: Die Einführung des Hochschulfreiheitsgesetzes birgt viele Risiken. Ein neuer Hochschulrat könnte ohne studentische Beteiligung über die Geschicke der Uni entscheiden. Wir werden uns aktiv an der Erarbeitung einer neuen Grundordnung beteiligen und uns für die studentischen Interessen einsetzen, damit Studierende auch weiterhin Einfluss auf die Gestaltung der Uni haben.

Service

Service ist ein wichtiger Bestandteil des AStA. Ganz besonders wichtig ist Service für Studierende, die Schwierigkeiten oder Benachteiligungen im Studium haben: ErstsemesterInnen, sozial schlechter gestellte Menschen oder MigrantInnen - aber auch Initiativen und Fachschaften wenden sich häufig an uns. Im letzen Jahr haben wir die Arbeit im Servicebereich ausgeweitet und zum Beispiel die Reader wieder auf Vorderman gebracht oder neue Reader erstellt. Der AStA soll ausserdem einen zentraler Service- und Kommunikationspunkt sein, in dem Studierende Informationen und alle wichtigen Papiere (z.B. Anträge für Bafög, Rechenzentrum, Fachschaften etc.) bekommen können. Hierbei hat sich das Service-Referat als die zentrale Anlaufstelle im AStA etabliert und soll auch im kommenden Jahr kompetente Beratung und Hilfe für Studierende anbieten. Zum Service gehört aber auch die Kopiersituation an der Uni, die z.B. in diesem Jahr durch die Verlängerung der Öffnungszeiten in der AStA Druckerei verbessert wurde. Service genießt bei der alternativen liste auch 2007 hohe Priorität, packen wir es an.

Kultur an der Uni

Für uns ist klar: Die Uni ist keine kulturelle Wüste. Fachschaftsparties, das Kino im SKF, viele kleinere und größere Veranstaltungen beleben den Campus auch in den Abendstunden. Ein wichtiger Ort für studentische Kultur und politische Diskussionen war und ist das KulturCafé im Studierendenhaus. Mit Konzerten, Parties, Lesungen, Kleinkunst, Video- oder Karaokeabenden stellt es eine feste Größe im Uni-Kultur-Labyrinth dar. Die alternative liste setzt sich auch weiterhin dafür ein, dass der Campus durch zahlreiche kulturelle Verantaltungen bereichert wird.

Fachschaften

Die Fachschaften sind ein wichtiger Pfeiler der studentischen Interessenvertretung. Sie sind erste Ansprechpartnerinnen, sie beleben das soziale, kulturelle und politische Leben an der Uni. Wir wollen die Fachschaften weiter stärken: finanziell und institutionell. Wir denken, dass die Fachschaften sich selbst am besten organiseren. Daher wollen wir die FSVK stärken aber ohne ihre Autonomie einzuschränken. Daher waren regelmäßig AStA Referenten als AnsprechpartnerInnen auf den Sitzungen. Als Kontakt für Fachschaften steht in einem AStA mit AL-Beteiligung selbstverständlich der AStA-Vorstand zur Verfügung: Für uns ist Fachschaftsarbeit wichtig.

Ökologie

Wir wollen uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Universität ökologischer wird. Umweltskandale wie die PCB-Belastung wurden von uns bereits 2003 aufgedeckt, wir haben dazu objektive Informationen geliefert. Sowohl beim geplanten ID-Neubau und der Campussanierung werden wir uns bei den anstehenden Sanierungsmaßnahmen für die Wohnheime dafür einsetzen, dass die Umwelt nicht unter die Räder gerät. Die al wird sich weiter dafür stark machen, dass die Gebäude behindertengerecht eingerichtet werden. Nachdem die Einführung eines NRW-weiten Semestertickets Ende letzen Jahres gestoppt wurde, wollen wir unsere Bemühungen in diesem Jahr intensivieren um das Ticket so schnell wie möglich einzuführen. Zusammen mit dem Studierendenwerk AKAFÖ möchten wir weiterhin eine nachhaltige Entwicklung im Bereich Essen vorantreiben.

Finanzen

Wir haben uns im vergangen Jahr bemüht den AStA Haushalt wieder auf Vordermann zu bringen. Mit mehr Werbung für die AStA-Betriebe und attraktiveren Angeboten und studifreundlichen Preisen sind die Wirtschaftsbetriebe auf einem guten Weg. Um auch im kommenden Jahr handlungsfähig zu bleiben, mussten wir aber auch den Semesterbeitrag um 1,50 € erhöhen. Nur so war es uns möglich die Angebote und Sozialleistungen des AStA auch bei den zu erwartenden sinkenden Einschreibezahlen wegen der Studiengebühren aufrecht zu erhalten. Um in Zukunft Fehler zu vermeiden, die in der Vergangenheit gemacht worden sind, wollen wir eine Finanzordnung für die Studierendenschaft, die konkret regelt, wie euer Geld verwendet wird. Wir werden uns dafür einsetzen, dass euer Geld in die Töpfe wandert in denen es gebraucht wird: Fachschaften & Initiativen stärken, Beratungsleistungen und Sozialleistungen ausbauen und den AStA-Service erweitern.

Kommunikation

Damit die Arbeit des AStA wieder offen und transparent wird, haben wir den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wieder kräftig angekurbelt. Die AStA Homepage wurde runderneuert und bildet jetzt ein Portal auf dem man alle wichtigen Informationen finden kann. Natürlich wollen wir aber weiter daran arbeiten, die Job- und Wohnungsbörsen auszubauen und die Informationen auf dem neusten Stand zu halten. Auch die Termine mit Tagesordnungen sowie die Beschlüsse der AStA-Sitzungen würden wir weiterhin im Internet veröffentlichen. Darüber hinaus haben wir den AStA wieder in die (über-)regionalen Medien gebracht um die ausseruniversitäre Öffentlichkeit über die Ereignisse an der Uni und die studentischen Interessen zu informieren. Auch der Kontakt mit anderen gesellschaftlichen Gruppen soll in einem AStA mit al-Beteiligung weiter stattfinden: Von der finanziellen Krise der öffentlichen Hand sind nicht nur Hochschulen und Studierende betroffen. Daher wollen wir auch weiterhin mit anderen Interessenvertretungen wie Gewerkschaften oder Attac in einen konstruktiven Dialog treten. Mit der gemeinsamen Demonstration in Düsseldorf im vergangen Mai, an der mehr als 10 000 Menschen teilgenommen haben und die wir zusammen mit den Gewerkschaften und anderen Gruppen organisiert haben, haben wir gezeigt, was man mit guter Zusammenarbeit erreichen kann.

Grund- und Freiheitsrechte

Die Studien- und Lebensbedingungen für ausländische Studierende an unserer Universität werden zunehmend schwieriger. Diskriminierungen, wie die Regelungen für ausländische Studierende im Studienbeitragsgesetz und der Gebührensatzung, sind an der Tagesordnung. Hier besteht natürlich weiterer Handlungsbedarf. Das GruF-Referat hat neben der Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit noch den Arbeitsschwerpunkt Datenschutz. Die Entwicklungen sind alarmierend: auch an unserer Universitäte sind bereits RFID-Chips in den Studentenausweisen eingesetzt, die eine immer stärker Überwachung zulassen. Zwar bietet die Technik auch Vorteile, doch oft muss auch über die datenschutzrechtlichen Konsequenzen informiert werden. Die al setzt sich mit dem GruF-Referat dafür ein, dass diese Entwicklungen kritisch begleitet werden. Das GruF soll weiter eine Anlaufstelle im AStA für Opfer von Diskriminierungen werden und sich dafür einsetzen, dass rassistische und sexistische Äusserungen von unserem Campus verschwinden. Wie auch im letzten Jahr soll es auch im nächsten Jahr wieder einen Selbstverteidigungskurs für Frauen geben.

Initiativen und Projekte

Wir wollen im nächsten Jahr wieder viel Geld und Ressourcen für studentische Initiativen und Projekte bereitstellen. Bei uns wird weder der SKF noch die rote-ruhr-uni dran glauben müssen - wenn sich Studierende in kulturellen, sozialen oder politischen Projekten engagieren, dann ist deren Förderung Aufgabe des AStA. Hierzu zählen auf jeden Fall auch die Wohnheime und das Videofestival. Wir wollen uns dafür stark machen, dass auch wenn die Studiengebühren kommen, Studierenden die Möglichkeit gegeben wird, sich zu engagieren. Hier muss den Auswirkungen der Studiengebühren entgegengewirkt werden.

Listentreffen

Die alternative liste trifft sich momentan dienstags um 18.00 Uhr im AStA-Flur, um danach in eine passende Räumlichkeit zu wechseln.

Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt!

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