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Fächervielfalt bewahren – Substanz der Geisteswissenschaften erhalten!

Solange es die alternative liste gibt, kämpfen wir gemeinsam für die Bewahrung der Fächervielfalt an der Ruhr-Uni und insbesondere für den Substanzerhalt der Geisteswissenschaften.

Nachdem mit der Niederlandistik bereits Mitte der 90er Jahre ein sehr populäres kleines geisteswissenschaftliches Fach abgewickelt worden war, führten Evaluierungen einer externen Sparkommission im Zuge des sogenannten „Qualitätspakts“ des Landes NRW mit den Hochschulen (1999) in der Folgezeit zur Einstellung weiterer kultur-, sprach- und literaturwissenschaftlich ausgerichteter Fächer. So fielen u. a. die Indologie, der Fachbereich Neugriechisch und die Skandinavistik dem Rotstift zum Opfer. Dieser Substanzabbau betraf auch Fächer geisteswissenschaftlicher Fakultäten außerhalb der Philologie: So hörten das Musikwissenschaftliche Institut sowie die inzwischen den Medienwissenschaften angegliederte Publizistik auf, eigenständig zu existieren. Chronisch gefährdet ist auch die Sektion Sprache und Literatur Japans als Teil der Fakultät für Ostasienwissenschaft. Hier werden wir versuchen darauf hinzuwirken, die Eigenständigkeit der Sektion dauerhaft zu sichern und den Lehrstuhl besser auszustatten, um die dort vakante Professur für künftige BewerberInnen attraktiver zu gestalten.

Sprachausbildung optimieren

Zumindest ist es nicht zuletzt durch den Einsatz der alternativen liste in den vergangenen Semestern gelungen, die Sprachkurse des Zentrums für Fremdsprachenausbildung (ZFA), die nach der ursprünglichen Planung über ein bestimmtes Kontingent von Semesterwochenstunden zuzüglich zu allgemeinen Studiengebühren mit Kursgebühren belegt werden sollten, für RUB-Studis kostenfrei zu halten. Nachdem das Kursangebot inzwischen sowohl quantitativ als auch qualitativ wesentlich verbessert werden konnte, gilt es nun, den z. T. abgewickelten wissenschaftlichen Überbau der unterrichteten Sprachen zu erneuern. Über interdisziplinäre Vernetzung durch fachspezifische Sprachangebote für Medizinstudierende, Wirtschafts- und IngenieurwissenschaftlerInnen sowie JuristInnen in den größeren Sprachen wie Spanisch, Englisch oder Französisch hinaus muss es gerade in den kleineren Sprachen langfristig wieder ein fachbezogenes literatur-, kultur- und sprachwissenschaftliches Angebot geben. Bei benachbarten Disziplinen wie der Niederlandistik und Skandinavistik wäre die Option zu prüfen, bei einer Wiedereinführung der abgewickelten Studiengänge die Schaffung von Synergieeffekten durch eine möglichst enge Kooperation innerhalb eines eigenständigen Instituts zu prüfen. Auf studentischer Ebene wollen wir im kommenden AStA-Jahr die 2008 wegen angeblicher juristischer Sachzwänge erfolgte Streichung von Fachschaften der genannten abgewickelten Fächer noch einmal kritisch hinterfragen und wenn möglich rückgängig machen. Denn Anmeldezahlen von jeweils etwa 200 pro Semester in beliebten Sprachen wie Niederländisch und Schwedisch und regelmäßige Aktivitäten (Exkursionen, Parties etc.) zeigen eindeutig, dass die studentische Kultur in diesen Fachbereichen immer noch vital ist und weiterhin institutionelle Unterstützung durch den AStA verdient hat.

Listentreffen

Die alternative liste trifft sich momentan dienstags um 18.00 Uhr im AStA-Flur, um danach in eine passende Räumlichkeit zu wechseln.

Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt!

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