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Miniinfo 01: Campussanierung

Vor ein paar Monaten hat der Bau des Gebäudes ID begonnen. Dies ist der erste Schritt der längst überfälligen Campussanierung, der Kernsanierung aller Gebäude auf dem Campus. Dadurch wird die Raumsituation weiter verschlechtert, da nach den aktuellen Plänen die Fakultäten im Durchschnitt ca. 9% ihrer Raumfläche verlieren werden.

Das sind ca. 17.000 m².Man fragt sich, was die Leute im Innovationsministerium sich denken, wenn einzelne Fakultäten wie z.B. die Evangelische Theologie ca. 40% ihrer Fläche verlieren sollen oder die Fakultät für Geowissenschaften, die bereits jetzt keine Räume mehr für ihr Personal hat, sich ca 800m² aus den Rippen schneiden soll, während ganze Gebäude wie z.B. ND und einige Flachbauten nach der Sanierung leer stehen sollen.

Überblick? Wer braucht schon den Überblick?

Nicht nur, dass die aktuellen Pläne für die Campussanierung einige absolut unerhörte Kürzungen für die Fakultäten enthalten, sie sind auch noch veraltet und unsinnig. Zum einen sind diese, als „aktuell“ bezeichneten Pläne aus dem Jahr 2006 und besagen, daß das ID schon September 2008 fertig gestellt wurde. Dazu kommen noch Vorhaben wie die Kürzung der Laborfläche der Katholischen Theologie von 9m² auf 1m². Die Katholische Theologie hat aber nach eigener Aussage kein Labor. Zum anderen ist der Planungskommission überhaupt nicht bekannt, wie viel Quadratmeter die Unigebäude tatsächlich haben, wodurch Berechnungen, die genauer als 100m² sind, im Moment gar nicht möglich sind. Desweiteren können sich die Kürzungen für Fakultäten in den N- und G-Reihen noch weiter verschlechtern, da sich, laut Aussagen aus der Univerwaltung, die Berechnungsgrundlagen für die Raumzuweisung, also Studierendenzahl und Drittmittel, eh jedes Jahr verändern und das Innovationsministerium eine neue Berechnungsformel, nach der die Fakultätsfläche zugewiesen wird, einführen will, die den Fakultäten noch weniger Platz pro Studi zugesteht. Und der Gipfel des Unfugs? Als Ausweichmöglichkeit für die Sanierung des HZOs ist das Seminarraumzentrum West (SZW) vorgesehen. Bisher ist es jedoch weder gebaut, noch würde es annähernd die nötigen Kapazitäten besitzen, da es nur halb so viel Fläche besitzt wie das HZO. Außerdem enthält jedes Finanzierungskonzept für das SZW, daß uns im AStA vorgestellt wurde, mindestens eine Teilfinanzierung aus Studiengebühren. Im Fazit kann man also sagen, dass zwar massig Geld dafür ausgegeben wird, damit die Uni wieder schöner wird (so weit das bei solchen Betonklötzen möglich ist), jedoch mal wieder nicht auf die Bedürfnisse der Lehre und der Wissenschaft Rücksicht genommen wird. Also alles wie immer.

Listentreffen

Die alternative liste trifft sich momentan dienstags um 18.00 Uhr im AStA-Flur, um danach in eine passende Räumlichkeit zu wechseln.

Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt!

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