Sie sind hier: alternative liste » Die Liste » Wahlen 2009 » Zeitung » Unser AStA Konzept 2009
Unser AStA Konzept 2009
Wieder einmal ist es so weit: Die Wahlen zum Studierendenparlament stehen vor der Tür. Vom 26.01. bis 30.01.2009 habt ihr die Möglichkeit zu entscheiden, wer dieses Jahr Eure Interessen an der RUB vertritt. Hier wollen wir Euch einen Ausschnitt unsers Programms für das nächste Jahr vorstellen.
Studiengebühren: Das Sachzwangmonster sagt: Jetzt, wo die Studiengebühren einmal eingeführt sind, kann man nichts mehr gegen sie machen. Wir sagen: Von Hessen lernen! In Hessen wurden die Gebühren nach nur einem Jahr wieder abgeschafft - weil die Studis dort das Thema „Studiengebühren“ in den Medien präsent gehalten und die etablierten Parteien unter Druck gesetzt haben. Mit durchschlagendem Erfolg: SPD und Grüne in Hessen waren nicht mal fähig, eine Regierung zu bilden, aber die Studiengebühren haben sie bei der ersten Gelegenheit abgeschafft. Das geht auch in NRW! Im letzten Sommersemester wurden die Gebühren um 20 Euro gesenkt. Das ist zu wenig, dennoch ist es am 17. Juli 2008 zum ersten Mal seit über einem Jahr wieder gelungen, eine studentische Öffentlichkeit im Senatssaal zu versammeln und so die Gebührenbefürworter zu Rede und Antwort zu zwingen. Mit Aktionen wie dieser sind wir auf dem richtigen Weg! Und wir bereiten alles vor, um den Senat im kommenden Semester erneut festzunageln. So lange allerdings noch Gebühren erhoben werden, passen wir auf, dass mit Eurem Geld kein Unsinn passiert. Wir sind nicht nur im AStA, sondern auch in Senat, Fachschaftsräten, verschiedenen Kommissionen und sogar der Jury des „lehrreich“-Wettbewerbs vertreten, um dem Rektorat aus jeder Perspektive auf die Finger schauen zu können. Weil es aber natürlich nicht reicht, das Gebührenproblem an unserer Uni zu bearbeiten, nehmen wir zur Zeit an den Vorbereitungen zum „Bildungsstreik 2009“ teil. SchülerInnen und Studierende aus dem ganzen Bundesgebiet werden Ende Mai gemeinsam mit verschiedenen Aktionen, Großdemos und Streiks ihren Protest gegen den Zustand unseres Bildungssystems hör- und sichtbar machen. Je mehr Proteste wir organisieren und je besser wir uns vernetzen, desto mehr Aufmerksamkeit erregen wir. Und je mehr Aufmerksamkeit wir erregen, desto größer wird unser Erfolg sein.
VSPL: Doch auch die „kleineren“ Katastrophen im Unialltag bleiben von uns nicht unbeachtet. Wir haben gemeinsam mit der Univerwaltung eine Arbeitsgruppe gegründet, um konstruktiv an der Verbesserung des unausgereiften VSPL-Systems mitzuarbeiten. Wir stehen in Kontakt mit dem Uni-Personalrat, um darauf zu achten, dass die Arbeitsbedingungen der vielen studentischen Hilfskräfte an unserer Uni gut sind. Und wir stehen den Fachschaften mit Rat und Tat zur Seite, wenn es darum geht Eure Studienbedingungen trotz des arbeitsreichen B.A./M.A.-Systems so angenehm wie möglich zu gestalten. Fachschaften und Initiativen: Fachschaften und studentischen Initiativen wurden von uns sowohl finanziell als auch mit Serviceleistungen durch den AStA umfangreicher unterstützt als jemals zuvor. Und das, obwohl der AStA im vergangenen Jahr weniger Geld als in den Jahren zuvor hatte. Wir sind froh, dass die Fachschaften für Euch so aktiv sind und ein großes soziales und kulturelles Angebot an der Uni organisieren. Das werden wir genau wie in diesem Jahr wo immer es geht unterstützen. Egal ob Partyidee, Kulturinitiative oder Fachschaftentagungen: mit der al im AStA habt ihr immer eine Ansprechpartnerin.
Service: Da ist in diesem Jahr im AStA leider nicht immer alles rund gelaufen, weil den anderen Listen im AStA dieses Thema leider nicht so wichtig war wie uns. Deshalb wollen wir uns in diesem Jahr verstärkt darauf konzentrieren, dass Serviceangebot für Euch auszubauen. Wir wollen weitere Reader herausbringen: Einen zum Umgang mit dem neuen elektronischen Verwaltungsapparat (VSPL und alles drumherum), einen darüber, wie man als Studi an Stipendien kommt, einen zum Thema Studiengebühren (wo man Kredite bekommt, wie man davon befreit wird usw.). Darüber hinaus wollen wir auch das persönliche Serviceangebot ausbauen: Längere und verlässlichere Öffnungszeiten des Servicereferats um Euch bei Euren Fragen und Problemen zur Seite stehen zu können. Eine täglich aktualisierte Website auf der alle Informationen 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen; mit Job- und Wohnungsangeboten oder eine Bücherbörse und schwarzem Brett, wo Ihr Eure nicht mehr gebrauchten Bücher hier an der Uni verkaufen bzw. kaufen könnt. Mit uns im AStA seit ihr mit Euren Problemen an der Uni nicht mehr allein.
Kultur: Wir wollen unser bewährtes Kulturkonzept des vergangenen Jahres beibehalten, frei nach dem Motto: „Coole Parties müssen nicht teuer sein.“ Wir wollen auch dieses Jahr wieder mehrere Parties mit Newcomern der Umgebung starten, die rocken. Dabei soll wieder von Rock über Hiphop bis zu Elektro jeder Musikgeschmack vertreten sein. Zudem werden wir weiterhin Initiativen und Fachschaften unterstützend behilflich sein, damit das Kulturcafé wie bisher jeden Tag eine kulturelle Veranstaltung anbieten kann.
Sachzwänge: Wir wollen nicht im AStA sitzen und auf Menschen warten, denen wir kluge Ratschläge geben können. Aber wir wollen Dir helfen, die Dinge, die Dich stören, zu verändern. Insbesondere wollen wir zum Beispiel durch Workshops, Aktionsgruppen und/oder Diskussionsrunden Freiräume schaffen, in denen Platz für die Fragen ist, die in den Vorlesungen nicht behandelt werden. Wir sind der Meinung, dass trotz der straffen Studienstruktur Selbstverwirklichung möglich sein muss und es Wichtigeres gibt als unsere „Verwertung“ auf dem Arbeitsmarkt - auch wenn das Sachzwangmonster das anders sieht. Aber das Sachzwangmonster sagt ja auch, dass wir sechs Semester lang durch unsere Kurse rennen müssen, ohne nach links und recht zu sehen, dass wir unbedingt VSPL benutzen müssen und dass wir diesen ganzen Unsinn auch noch durch Studiengebühren finanzieren sollen. Wir wollen, dass 30.000 StudentInnen gemeinsam das Sazmo aus der Uni werfen - denn es gibt immer eine Alternative.





