Aktuelle Artikel
09.06.2011
12 Jahre sind genug – die alternative liste an der RUB löst sich auf
Nach 12 Jahren Hochschulpol itik haben sich die Aktiven der al dazu entschieden, dass es so (...) » mehr
mit dem Artikel verbundene Themen:
08.06.2011
Den Untergang als Chance begreifen!
12 Jahre sind genug: Hiermit gibt die alternative liste an der Ruhr-Uni Bochum ihre Auflösung&nb sp;(...) » mehr
mit dem Artikel verbundene Themen:
08.03.2011
Genug erholt, es gibt noch viel zu tun!
Vor etwa zwei Wochen hat die Landesregier ung nun die Abschaffung der Studiengebüh ren (...) » mehr
mit dem Artikel verbundene Themen:
Hochschulpolitik
| Proteste
24.02.2011
Ende der Studiengebühren beschlossen!
Nach monatelangem Gezerre hat es die Minderheitsr egierung mit einigen Stimmen aus der (...) » mehr
mit dem Artikel verbundene Themen:
Hochschulpolitik
| Finanzen
01.02.2011
al weiterhin im StuPa vertreten
Die Urnen sind ausgezählt und die vorläufigen Ergebnisse stehen fest. Auch wieder dabei im (...) » mehr
mit dem Artikel verbundene Themen:
Wahlen 11
alle Artikel findet Ihr nach Themen sortiert auf dieser Seite
Themen des Artikels
» Ökologie
3Sie sind hier: alternative liste » StuPa Wahl 2011 » Zeitung » Castor - eine unendliche Geschichte
Castor - eine unendliche Geschichte
Dass das Thema Castor noch längst nicht der Vergangenheit angehört, zeigte der November des letzten Jahres – erneut rollte ein Castortransport aus Frankreich Richtung Zwischenlager Gorleben, der inzwischen zwölfte seit April 1995.
Über 50.000 Menschen beteiligten sich allein an der Großdemo in Dannenberg, auch beim „Schottern“ – gemeint sind damit Schienen- und Straßenblockaden – beteiligten sich viele tausend Menschen. Dass der Protest in diesem Jahr noch vielfältiger und entschlossener als in den letzten Jahren ausfiel, hat viele Gründe. Einer wäre der sogenannte Atomkompromiss der schwarz-gelben Regierung. Durch die Verlängerung der Nutzung der Atomkraftwerke beschert er den Energiekonzernen einen zusätzlichen Gewinn von rund 200 Milliarden Euro und der ganzen Welt 10.000 Tonnen mehr an hoch radioaktivem Müll. Sicherheitsbedenken werden hinten angestellt – obwohl bewiesen wurde, dass Atomstromherstellung nicht ungefährlich ist, wie Super-GAU Tschernobyl oder der Pannenreaktor im AKW Krümmel in jüngerer Zeit zeigen.
Eine weitere ungelöste Frage ist die sichere ENDlagerung des strahlenden Mülls. Entgegen der allgemeinen Auffassung ist das Lager in Gorleben nur ein Zwischenlager. Die verbrauchten Brennstäbe und der andere radioaktive Abfall von den Wiederaufbereitungsanlagen La Hague und Sellafield werden in den Transportbehältern, den Castorbehältern, zwischengelagert und sollen sich in ein paar Jahrzehnten von 400 °C auf 200 °C abkühlen. Danach soll der radioaktive Müll in die kleineren Endlagerungsbehälter, Polluxbehälter genannt, umgefüllt und in ein endgültiges Lager überführt werden, das tief und strahlengeschützt in der Erde liegen muss. Dort dauert es dann Millionen von Jahren, bis der Müll sich ausgestrahlt hat.
Mag der Plan sich in der Theorie recht annehmbar und sicher anhören, ist er so im Moment leider nicht durchführbar. Weder sind die Polluxbehälter entwickelt, noch gibt es ein Verfahren, um den strahlenden Müll sicher umzufüllen – geschweige denn das „sichere“ Endlager im Salzstock Gorleben. In Gorleben befindet sich zurzeit nur ein Zwischenlager, eine Betonhalle, in der 102 Container lagern. Abgesehen von der Kritik an den Castorbehältern steht auch das Zwischenlager selbst in der Kritik und scheint nicht unbedenklich zu sein.
Atomstrom ist also alles andere als sicher und sauber, wie uns immer weisgemacht werden soll, und es ist höchste Zeit, sich für eine wirklich saubere und sichere Stromgewinnung starkzumachen und den Missständen in Gorleben ein Ende zu setzen. Das ganze Geld, was für die Entwicklung und den Abtransport des radioaktiven Mülls – ein Castorcontainer kostet beispielsweise rund 1,5 Millionen Euro – fließt, sollte in die Erforschung von regenerativen Energien gesteckt werden, damit sich dieses Land endlich vom Atomstrom verabschieden kann.





