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Macht euch die Uni, wie sie euch gefällt!
Mal wieder ist es Winter, dieses Jahr wirkt der Campus durch die Schneedecke fast schon idyllisch. Doch bunte Farbkleckse in Form von Flyern, Plakaten und Infotischen ergänzen das Weiß: es ist wieder Studierenden-Parlamentswahl! Wieder mal liegt es an euch, eure studentische Interessenvertretung, das Studierendenparlament zu wählen.
Wir sehen immer wieder, dass egal ob auf Landes-, Bundes- oder universitärer Ebene ein kleines Kreuz nicht ausreicht, um auf Probleme aufmerksam zu machen oder die Umstände innerhalb des gegebenen politischen und ökonomischen Systems so positiv wie möglich zu gestalten. Im letzten Jahr haben Studierende und Schüler_innen weltweit auf ihre Interessen aufmerksam gemacht und damit dafür gesorgt, dass die dringenden Probleme des Bildungssystems nach langer Zeit wieder in der Öffentlichkeit diskutiert werden. An dieser Stelle möchten wir unseren Hut ziehen, vor all den Menschen, die auf der Straße, in Vorlesungen, Klassen und Seminaren, Senaten, Fakultäts- und Institutsräten, in Zeitungen, im Fernsehen und anderen Medien, die durch Diskussionen face à face, per Mail, oder auf andere vielfältige Weise dazu beigetragen haben, dass diese Debatte wieder in Schwung gekommen ist. Zwar haben politische Akteure von unseren Problemen Kenntnis genommen, ob sie jedoch unsere Forderungen realisieren, ist fraglich. Doch die Bedingungen für echte Veränderungen sind günstig. Selbst Spitzenpolitiker_innen sind unter dem in den letzten Monaten aufgebauten öffentlichen Druck dazu genötigt, Fehler bei der Umsetzung der Bologna-Reformen zuzugeben. Nun gilt es, diesen Druck aufrecht zu erhalten. Insbesondere im Hinblick auf die NRW-Landtagswahl im Mai diesen Jahres, gilt es die Politiker_innen dazu zu bringen, konkrete Zusagen zu machen und diese nach der Wahl auch einzuhalten. Es ist wichtig weiterhin gemeinsam laut zu sein und eine Öffentlichkeit zu schaffen, die auch innerhalb der regulären politischen Ebenen nicht länger zu ignorieren ist. Darüber hinaus wollen wir jedoch gemeinsam mit euch über Möglichkeiten diskutieren, die gegebenen Freiräume im Studiensystem aufzudecken und durch den Austausch zwischen Lernenden und Lehrenden für alle nutzbar zu machen.
Unser Motto ist: Macht euch die Uni, wie sie euch gefällt!
Schon jetzt gibt es viele Möglichkeiten, gerade auch im Hinblick auf das nächste Semester ein selbstbestimmteres Lernen und Lehren möglich zu machen. So ist es beispielsweise in vielen Studienordnungen vorgeschrieben, dass bei einer CP-Vorgabe für Anwesenheit diese per Liste kontrolliert werden muss. Auf diese Position ziehen sich Lehrende oftmals zurück. Allerdings kann der_die Dozent_in ohne Probleme die CPs für die Vor-und Nachbereitung der Sitzung, statt für die Anwesenheit vergeben! Somit wird die lästige Anwesenheitsliste überflüssig! Sprecht eure Fachschaftsräte (die euch in Institutssitzungen vertreten) oder einzelne Lehrende auf diese Möglichkeit an! Dies ist nur ein Beispiel, tauscht euch untereinander aus, wenn ihr Ideen habt, kommt bei den Infoständen der al oder im AStA vorbei, schickt uns Mails und kontaktiert die studentischen Gremien, die Senatsfraktion, die Fakultätratsmitglieder, die FachschaftsVertreter_innenkonferenz und so weiter. Durch eine gute Vernetzung untereinander können wir auch ganz konkret an der RUB unsere Freiräume nutzen und ausweiten. Das jetzige Bildungssystem muss sich ändern! Es ist unhaltbar, dass wir uns Schlupflöcher im System suchen müssen, um selbstbestimmtes Lernen und Lehren zu ermöglichen. Doch wenn wir beides gemeinsam vorantreiben, sowohl offizielle Änderungen, als auch konkrete Verbesserungen - sind wir nicht zu übersehen! Macht euch die Uni, wie sie euch gefällt!





