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NRW-Ticket Interview
Ein Interview mit Markus Brüne
Du hast ja für das Landes-AStenTreffen (LAT) die Verhandlungen mit den Verkehrsverbänden übernommen. Wie kam‘s dazu?
Da sich die alternative liste nicht nur in Bochum für das Ticket stark gemacht hat, wurde ich 2005 vom LandesAstenTreffen (LAT) als Verhandlungsführer in Sachen NRW-Ticket delegiert. Im Sommer 2007 war es dann soweit. Nach zähen und langwierigen Verhandlungen gab es einen verbindlichen Muster-Vertrag für ein NRW-Semesterticket.
Markus, du warst seit 2003 mit dem Thema NRW-Semesterticket beschäftigt. Warum dauerte es so lange?
Markus Brüne: Zugegeben, es hat länger gedauert, als wir gedacht hatten. Allerdings mussten sich über 100 Verkehrsunternehmen und etwa 50 Studierendenschaften einig werden. Tatsächlich lagen die größeren Probleme auf Seiten der Verkehrsbetriebe, da ein solidarisches NRW-Semesterticket nicht nur „freie Fahrt“ für Studis bedeutet, sondern auch garantierte Einnahmen in Millionenhöhe für die Verkehrsbetriebe. Logischerweise bricht da Futterneid zwischen Rheinland (AVV,VRS) und Westfalen (VRR) aus. Außerdem saß da ja auch noch die Deutsche Bahn mit am Verhandlungstisch.
Was kann man mit dem Ticket jetzt alles machen?
Für ungefähr sechs Euro mehr im Monat gibt es nun ein ganzes Bundesland zu entdecken. Ab dem Sommersemester können wir RUB-Studis nun quer durch ganz NRW fahren. Ob nun nach Hause, zu Exkursionen oder einfach mal zum Shoppen, möglich ist alles. Alle Busse können genutzt werden und der komplette Regionalverkehr – nur halt keine Intercity-Züge.
Es gab auch Kritik, dass Studierende sich das Ticket nicht leisten können, was ist da der Plan?
Vor Jahren wurde ein Hilfsfond des AStA eingerichtet, der den Studierenden mit finanziellen Problemen hilft. Wer knapp bei Kasse ist, kann sich das Ticket und den Sozialbeitrag vom AStA erstatten lassen. Diese Mittel wollen wir natürlich aufstocken. Niemand muss wegen des NRW-Tickets sein Studium aufgeben.
Wie bekommt man das Ticket ?
Mit dem Sozialbeitrag im SoSe 08 werden zusätzlich 33,60 Euro eingezogen. Dafür bekommt man ein Ticket, welches für den NRW Bereich gilt. Der bisherige Studi-Ausweis bleibt so wie er ist und bleibt gleichzeitig als Fahrschein im VRR gültig. Die Mitnahme des Fahrrades und zu bestimmten Zeiten des Lieblingsmenschen bleibt leider auf dem VRR beschränkt. Wir arbeiten dran, das dies in Zukunft auch für ganz NRW gilt.





